Altstadt von Salvador

Das schwarze Herz Brasiliens. Und das spürt man, sobald man die Altstadt betritt.

Salvador war die erste Stadt Brasiliens und bis 1763 Hauptstadt des Landes. Die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Besonders präsent ist die Geschichte der Sklaverei. Hiervon zeugt der Pelourinho, der Pranger, auf dem die einst aus Westafrika verschleppten Sklaven verkauft und ausgepeitscht wurden.

Heute ist das Viertel Pelourinho berühmt für seine Architektur, seine Musik und sein Lebensgefühl. Seit 1985 ist die Stadt Weltkulturerbe der UNESCO. Pelourinho ist der interessanteste Teil der Cidade Alta (Oberstadt).

In Architektur des Pelourinho zeigt eindrucksvoll die Geschichte der Stadt, mit den Einflüssen aus europäischen, afrikanischen und indianischen Kulturen.

 

Ausblick vom Largo do Pelourinho

Es macht Spaß durch die kleinen Gassen zu streifen. In der ganzen Stadt hört man Musik. Es wird getanzt und gesungen. Pelourinho galt lange als Armenviertel und als gefährlich. Mittlerweile wird die Gegend immer angesagter.

       Ich habe mich komplett sicher gefühlt. Es ist sehr viel Polizei vor Ort und es ist ziemlich touristisch. Die Stadt besteht zu 50% aus Souvenirläden. Trotzdem sollte man nicht zu unvorsichtig werden. In der Stadt sind viele kleine und schnelle Diebe unterwegs. Ich habe nur Bargeld mitgenommen und meinen Schlüssel direkt am Körper getragen. Kleine, leere Gassen sollte man auch meiden. 

Pelourinho ist berühmt für seine Musik und seinen Tanz. Besonders Capoeira hat hier eine große Bedeutung. Entstanden aus einer Vermischung afrikanischer Kulte war Capoeira lange Zeit der „Tanz“ der Sklaven. Eine Mischung aus Kampfkunst und Musik die in Salvador eine lange Tradition hat.

Apropos Musik. Vielleicht kommt die Altstadt jemanden bekannt vor? erinnert sich jemand an das Michael Jackson Video „They don´t care about us“? Der Großteil der Szenen ist nämlich auf dem Pelourinho gedreht. An dem Ort, wo früher die Sklaven am Pranger standen.

Wer die Oberstadt erkundet, hat gleichzeitig immer wieder einen hervorragenden Blick auf die Unterstadt. Die Cidade Baixa.

In die Unterstadt selbst kommt man am besten mit dem Elevator Lacerda. Er ist mittlerweile schon ein Wahrzeichen an sich. Die Fahrt kostet umgerechnet etwa 5 Cent.

Die Unterstadt ist architektonisch nicht so interessant wie die Oberstadt. Wir waren vor allem im Mercado Modelo. Der Mercado ist ein altes neoklassizistisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Wo früher vor allem Wein, Zucker und Sklaven verkauft wurden, bekommt man heute so ziemlich alles was das Herz begehrt. Wer in einem besonderen Flair einkaufen möchte ist hier absolut richtig.Es gibt fast alles, die Atmosphäre ist ziemlich ursprünglich und die Preise vergleichsweise niedrig.

Anschließend haben wir und noch eine Kokosnuss gegönnt (ca. 30 Cent) und den Ausblick auf den kleinen Hafen genossen.

Und dann war ich auch reif für ein schattiges Plätzchen. Es waren immerhin 35 Grad.

 

 

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